11. – 14. Juli 2003
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Elfter Juli, 7:30 Uhr, eine Gruppe von fünf angefressenen
Offroadern trifft sich auf dem Parkplatz beim Scharfen Ecken in Rothrist.
Das Ziel ist bekannt: Die Stella Alpina in Bardonecchia. Das Road-Book ist eingespannt, die Tanks sind
voll. Pünktlich werden die Kickstarter getreten und wir fahren los in
Richtung Piemont. Dass wir schnell etwas
Boden gewinnen nehmen wir die Autobahn bis Wimmis
im Berneroberland. Im Simmental machen
wir unseren Znüni-Stop. Die Wirtin vom Restaurant Heidenweidli in Oberwil
macht uns darauf aufmerksam, dass wegen dem Tennis in Gstaad
Radarfallen auf uns lauern könnten, so benehmen wir uns anständig
und es gab dann auch keine Bussen. Auf dem Col du Pillon erreichen wir
unseren ersten Pass, weiter geht es über den Col de la Croix nach Martigny
und gleich auf den Col du Gd. St-Bernhard. Der Bauch sagt uns es
ist Zeit für’s Zmitag, und die Uhr ist gleicher Meinung. In Bourg-Saint-Pierre
tanken wir unsere Enduro’s und essen im Restaurant Au Bivouac de Napoléon
die obligatorischen Käseschnitten. Gestärkt geht es weiter in den „Glutofen“ nach Aosta. Nach dem wir auch dieses Jahr wieder
beinahe am Abzweiger zum Pass vorbei gefahren sind, erreichen wir den Colle
San Carlo und danach den Piccolo San Bernardo. In Val d' Isère gibt es einen kurzer Tankstop und
weiter geht’s über den 2’’764 m hohen Colle de l’ Iseron und dann
gleich noch über den Col du Mt Cenis bis nach Susa.
Nach 520 Km erreichen wir Bardonecchia. Das kühle Bier haben wir uns jetzt verdient. Der Kellner
meinte wohl Otti braucht gleich eine Dusche, und leert im den ganzen Kübel
über Jacke und Hose. Im Hotel eingetroffen beziehen wir das Zimmer und die
Dusche. Alle schlafen dann nach dem Rundgang durchs Dorf zufrieden ein. Am Samstag fahren wir über unseren Hausberg gleich hinter Bardonecchia zu den ersten Ruinen
des Krieges in den Bergen. Die erste abgerutschte Passage nehmen wir mehr
oder weniger elegant und steigen auf einem schmalen Pfad weiter dem Gipfel
zu. Doch Kaderli macht sich zu früh wieder auf den Weg nach unten. An einem
Stein bleibt sein Vorderrad hängen und stürzt 20 Meter auf einer Geröllhalde
in die Tiefe. Im ist weiter nichts passiert und seiner Yamaha TT, abgesehen
von ein paar Schrammen und der Lampenverkleidung die sich in ihre Einzelteile
aufgelöst hat eigentlich auch nichts. Es dauert eine Weile bis wir den Töff
wieder auf dem richtigen Weg gebracht haben und alles wieder gerichtet ist.
Jetzt aber schnell weiter zur Assietta-Kammstrasse, hier erwartet uns
auch schon der nächste Zwischenfall. Die Yamaha TT von mir hat einen
undichten Simmerring. Oil kontrollieren und weiter geht die Fahrt bis nach
Sestrière. Bei diesem heissen
Wetter und dem Erlebten haben wir für Heute genug und fahren ins Hotel zurück
unter die Dusche. Dieses Jahr sehen wir wenige Töfffahrer im Dorf, dafür um
so mehr Touristen. Am 13. Juli nehmen wir den über 3’000 Meter hohen Colle
Sommeiller in Angriff. Wegen dem warmen Sommer in dieses Jahr können wir
ohne Probleme bis ganz nach oben fahren. Hier werden auch die Plaketten vom
Treffen verkauf. Nach einer Pause fahren wir die immer schlechter werdende
Strasse runter. Mittagessen im Restaurant beim Seeli, wie gewohnt Mais mit
Alpkäse. Anschliessend machen wir noch eine Siesta und geniessen den Ausblick
in die Bergwelt. Die letzte Pizza, ein Abschied-Bier im Pub und wir
schlafen wieder einmal glücklich ein. Die Zeit ist schon wieder da und wir müssen nach Hause.
Durch den Fréjus-Tunel mit einer Länge von 12,7 Km überqueren wir auch
die Grenze nach Frankreich. Auf dem Col de la Madeleine ist auch schon
Zeit für’s Znüni. Da in Frankreich
Nationalfeiertag ist hat es keine LKW’s auf der Strasse und wir kommen zügig
voran. Nach dem Col des Montets erreichen wir auch schon wieder die Schweiz. Dann noch den letzten Pass, den Col
de la Forclaz und schon empfängt uns Martigny mit
seiner Hitze. Ab auf die Autobahn und so kommen wir alle wohlbehalten nach
420 Km mit tausend Eindrücken zu Hause an. Insgesamt sind wir 1'150 Km
gefahren, das Wetter hat uns dieses Jahr mit Sonne verwöhnt, das Regenkombi
und die Winterpullover hätten wir dieses Jahr das erste mal für einer Reise
an die Stella Alpina zu Hause lassen können. Es sind wieder alle gesund zu
Hause angekommen. Zum erzählen hat, so glaube ich, auch jeder etwas. Im nächsten Jahr ist dann auch
schon die 39. Stella Alpina in Bardonecchia. Sicher werden wir wieder dabei sein! Ringgi
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Hier sind noch einige Bilder von Stefan „Gaxy“ Benninger.