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38. Stella Alpina

11. – 14. Juli 2003

 

Elfter Juli, 7:30 Uhr, eine Gruppe von fünf angefressenen Offroadern trifft sich auf dem Parkplatz beim Scharfen Ecken in Rothrist. Das Ziel ist bekannt: Die Stella Alpina in Bardonecchia. Das Road-Book ist eingespannt, die Tanks sind voll. Pünktlich werden die Kickstarter getreten und wir fahren los in Richtung Piemont. Dass wir schnell etwas Boden gewinnen nehmen wir die Autobahn bis Wimmis im Berneroberland. Im Simmental machen wir unseren Znüni-Stop. Die Wirtin vom Restaurant Heidenweidli in Oberwil macht uns darauf aufmerksam, dass wegen dem Tennis in Gstaad Radarfallen auf uns lauern könnten, so benehmen wir uns anständig und es gab dann auch keine Bussen. Auf dem Col du Pillon erreichen wir unseren ersten Pass, weiter geht es über den Col de la Croix nach Martigny und gleich auf den Col du Gd. St-Bernhard. Der Bauch sagt uns es ist Zeit für’s Zmitag, und die Uhr ist gleicher Meinung. In Bourg-Saint-Pierre tanken wir unsere Enduro’s und essen im Restaurant Au Bivouac de Napoléon die obligatorischen Käseschnitten.

Gestärkt geht es weiter in den „Glutofen“ nach Aosta. Nach dem wir auch dieses Jahr wieder beinahe am Abzweiger zum Pass vorbei gefahren sind, erreichen wir den Colle San Carlo und danach den Piccolo San Bernardo. In Val d' Isère gibt es einen kurzer Tankstop und weiter geht’s über den 2’’764 m hohen Colle de l’ Iseron und dann gleich noch über den Col du Mt Cenis bis nach Susa. Nach 520 Km erreichen wir Bardonecchia.

Das kühle Bier haben wir uns jetzt verdient. Der Kellner meinte wohl Otti braucht gleich eine Dusche, und leert im den ganzen Kübel über Jacke und Hose. Im Hotel eingetroffen beziehen wir das Zimmer und die Dusche. Alle schlafen dann nach dem Rundgang durchs Dorf zufrieden ein.

 

Am Samstag fahren wir über unseren Hausberg gleich hinter Bardonecchia zu den ersten Ruinen des Krieges in den Bergen. Die erste abgerutschte Passage nehmen wir mehr oder weniger elegant und steigen auf einem schmalen Pfad weiter dem Gipfel zu. Doch Kaderli macht sich zu früh wieder auf den Weg nach unten. An einem Stein bleibt sein Vorderrad hängen und stürzt 20 Meter auf einer Geröllhalde in die Tiefe. Im ist weiter nichts passiert und seiner Yamaha TT, abgesehen von ein paar Schrammen und der Lampenverkleidung die sich in ihre Einzelteile aufgelöst hat eigentlich auch nichts. Es dauert eine Weile bis wir den Töff wieder auf dem richtigen Weg gebracht haben und alles wieder gerichtet ist. Jetzt aber schnell weiter zur Assietta-Kammstrasse, hier erwartet uns auch schon der nächste Zwischenfall. Die Yamaha TT von mir hat einen undichten Simmerring. Oil kontrollieren und weiter geht die Fahrt bis nach Sestrière. Bei diesem heissen Wetter und dem Erlebten haben wir für Heute genug und fahren ins Hotel zurück unter die Dusche. Dieses Jahr sehen wir wenige Töfffahrer im Dorf, dafür um so mehr Touristen.

 

Am 13. Juli nehmen wir den über 3’000 Meter hohen Colle Sommeiller in Angriff. Wegen dem warmen Sommer in dieses Jahr können wir ohne Probleme bis ganz nach oben fahren. Hier werden auch die Plaketten vom Treffen verkauf. Nach einer Pause fahren wir die immer schlechter werdende Strasse runter. Mittagessen im Restaurant beim Seeli, wie gewohnt Mais mit Alpkäse. Anschliessend machen wir noch eine Siesta und geniessen den Ausblick in die Bergwelt.

Die letzte Pizza, ein Abschied-Bier im Pub und wir schlafen wieder einmal glücklich ein.

 

Die Zeit ist schon wieder da und wir müssen nach Hause. Durch den Fréjus-Tunel mit einer Länge von 12,7 Km überqueren wir auch die Grenze nach Frankreich. Auf dem Col de la Madeleine ist auch schon Zeit für’s Znüni. Da in Frankreich Nationalfeiertag ist hat es keine LKW’s auf der Strasse und wir kommen zügig voran. Nach dem Col des Montets erreichen wir auch schon wieder die Schweiz. Dann noch den letzten Pass, den Col de la Forclaz und schon empfängt uns Martigny mit seiner Hitze. Ab auf die Autobahn und so kommen wir alle wohlbehalten nach 420 Km mit tausend Eindrücken zu Hause an.

 

Insgesamt sind wir 1'150 Km gefahren, das Wetter hat uns dieses Jahr mit Sonne verwöhnt, das Regenkombi und die Winterpullover hätten wir dieses Jahr das erste mal für einer Reise an die Stella Alpina zu Hause lassen können. Es sind wieder alle gesund zu Hause angekommen. Zum erzählen hat, so glaube ich, auch jeder etwas.

 

Im nächsten Jahr ist dann auch schon die 39. Stella Alpina in Bardonecchia. Sicher werden wir wieder dabei sein!

Ringgi

 

Hier sind noch einige Bilder von Stefan „Gaxy“ Benninger.

 

Pause in La Thuile (1)

Pause in La Thuile (2)

Pause in La Thuile (3)

Col du Mt Cenis (1)

Col du Mt Cenis (2)

Beim Skilift

Panorama auf Bardonecchia

Stefan’s XR

Der Absturz (1)

Der Absturz (2)

Der Absturz (3)

Colle delle Finestre

Der Absturz (4)

Assietta-Kammstrasse

Assietta-Kammstrasse (2)

Assietta-Kammstrasse (3)

Assietta-Kammstrasse (4)

Colle Sommeiller (1)

Colle Sommeiller (2)

Colle Sommeiller (3)

Colle Sommeiller (4)

Rochemolles Wasserfall (1)

Rochemolles Wasserfall (2)

Pause

Siesta (1)

Siesta (3)

Siesta (2)

Rochemolles Stausee

Rochemolles Stausee

Rochemolles Panorama

 

1997

2004